12 von 12 im Oktober

Der Tag der Kekse

Heute war Homeoffice-Tag. Eigentlich bin ich kein großer Fan vom Homeoffice. Also nicht grundsätzlich nicht, sondern für mich. Aber das ist eine Geschichte für einen anderen Tag. Heute hatte ich Homeoffice, weil ich zum einen einige Aufgaben auf dem Schreibtisch hatte, die sich dafür gut eignen. Zum anderen haben wir hier ja schon Herbstferien und das große Kind geht mit einer Freundin tagsüber auf den Reiterhof, was eine ziemliche Fahrerei ist. Aber was tut man nicht alles für die lieben Kleinen (außerdem: Draußen, Wald, Ponies …!)?

Also hat es sich quasi angeboten, dass ich euch mitnehme: In zwölf Bildern durch den zwölften Tag des Monats. Mehr Bildertagebücher, wie immer, bei Draußen nur Kännchen.

Halbschlafende Ponies vor morgendlichem Regenbogen.

Als erstes habe ich also das große Kind und ihre Freundin auf den kleinen Reiterhof gebracht. Wir kennen den über andere Kita-Kids, die hier ihre mototherapeutischen Reitstunden haben. Bisher war ich da noch nicht und ich war sofort schockverliebt: Mitten im Wald, alles sehr klein und familiär und wir wurden sogar von einem Regenbogen begrüßt.

Espresso – extra stark.

Schnell die Kinder abgeladen und dann nach Hause, Rechner an, im Büro Bescheid sagen, dass ich jetzt erreichbar bin und kurz den Kessel auf den Topf. Naja, sort of: Aber im Büro gibt es für mich immer den ersten Kaffee, auch im Heimbüro. Denn Büro ohne Kaffee, das geht nicht. Da bin ich quasi nicht arbeitsfähig. Zudem waren  die letzten Nächte eher unruhig, da war das Koffein auch notwendig.

Ich besitze übrigens mehr so kitschige Teller.

Dann mit Kaffee und Keksen ans Arbeiten. Das war heute sogar richtig gut: Ich konnte ein paar Dinge ins Rollen bringen, andere klären und hatte ein paar gute Telefonate. Am Ende fand ich es gar nicht schlimm, dass ich überhaupt nicht zu den Sachen gekommen bin, die ich mir vorgenommen hatte. Morgen ist auch noch ein Tag.

Zwischendurch noch schnell die letzten Balkontomaten geerntet. Nicht mehr alle hübsch, aber so, so lecker.

Also weiter, das kleine Kind einsammeln: Dieses war schon die ganze Woche total am Boden zerstört, weil es mit gerade drei Jahren noch nicht in den Reiterurlaub darf. Deshalb habe ich sie heute mitgenommen. Da sie heute ihr „Drehkleid“ anziehen wollte, war sie das hübscheste Kind auf dem Hof. Aber das stört ja keinen großen Geist. Und von Pfützen lassen wir uns deshalb noch lange nicht abhalten!

Frei nach Peppa Pig: Alle lieben Pfützen !

Die großen Kinder mussten mir und vor allem dem kleinen Kind alles zeigen und ich klärte noch ein paar organisatorische Dinge. Dann musste ich dringend tanken und befriedete die drei sehr müden Kinder auf der Rückbank mit Tankstellen-Keksen und einer Bibi Blocksberg-CD. Falls eine oder einer von euch mal in eine ähnliche Situation kommt: In den kleinen Rollen Prinzenrolle (also nicht die kleinen Kekse, sondern große Kekse in kleiner Rolle) sind genau 6 Kekse.  Was ein Glück!

Nach 6 Stunden Reiterhof immer noch nicht genug.

Das kleine Kind nutzt die Chance, sich auch erstmals in einen Sattel zu schwingen – war suspekt.

Kind und Einkauf in trauter Zweisamkeit.

Dann mussten wir noch einkaufen: Mit zwei müden Kindern und an meinem eigenen Tiefpunkt, befürchtete ich das Schlimmste, aber keine Milch haben, ist in diesem Haushalt auch keine Option (Tee, Kaffee, Kakao – unser Verbrauch ist, äh, hoch). Wider Erwarten war es sogar ganz lustig. Das große Kind, wollte das kleine Kind schieben, was dieses ausnahmsweise zuließ und niemand kriegte einen Nervenzusammenbruch, weil wir nicht an der Wursttheke vorbei sind. Das ist mit beiden Kindern nämlich Horror, weil die große Tochter ihre Wurstscheibe ganz genüsslich mit Minibissen aufknabbert. Das kleine Kind hingegen inhaliert sie in 3 Millisekunden und krakelt ab da, dass es auch mehr haben will und wie ungerecht die Welt ist, dass die Schwester noch … Ihr könnt es euch vorstellen.

So ne Theke ist dann doch noch ganz schön hoch.

Während ich die Einkäufe hinter der Kasse wieder einsortierte, ging das große Kind schon vor: Brot kaufen – inklusive Herausklingeln der Verkäuferin. Verrückte Sache, dieses Große-Kinder-Ding.

Dann spielten die Kinder friedlich™ im Auto, während ich die Einkäufe wegsortierte. Damit sie dieses spannende Spiel ohne Streit aufgaben, bestach ich die beiden übrigens skrupellos mit den ersten Lebkuchen.

Erster Lebkuchen. Ich sag ja, Tag der Kekse. Aber es tat allen gut.

Im Anschluss guckten die Mädels eine Runde Maus-App und ich bereitete das Abendessen (nicht fototaugliche selbstgemachte Hühnersuppe) vor, Zähneputzen und ins Bett.

Abendhimmel – schon allein dafür liebe ich Herbst.

Dann schrieb ich diesen Text und machte noch schnell ein letztes Bild, nennen wir es Eltern-Leiden 5.8 – die Aufgabe hat aber gerade schon die andere Hälfte übernommen, die gerade nach Hause gekommen ist. Eben drum werde ich sie jetzt von weiteren Haushaltsdingen abhalten und noch ein wenig auf der Couch kuscheln. Wobei hier sicherlich heute keiner besonders alt wird.

Nach der Wäsche ist vor dem Aufhängen ist vor dem Zusammenlegen ist vor der nächsten Wäsche ist …
… to be continued.

Habt es fein!

 

 

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