Wochenende in Bildern – Exklusivzeit in vollen Zügen (genießen)

Endlich mal wieder ein Wochenende in Bildern – und was für eins: Das große Kind und ich hatten ein aufregendes Mama-Tochter Wochenende in dem wir ganz viel Zug gefahren sind, Leute getroffen haben, Rike Drust uns vorlas, wir ganz viel gehüpft sind und uns quasi nur einmal am Anfang kurz streiten mussten. Aber das war schon Freitag, als wir in meine Heimat gefahren sind und zählt quasi somit nicht zum Wochenende. 

Samstag, 24. März

Gartenarbeit

Wir wachen in meinem Heimatdorf auf und gehen nach dem Frühstück in den Garten. Mein Plan ist es, das Kind noch etwas zu lüften, bevor wir nach den 4,5 Stunden Zug gestern uns schon wieder für zwei Stunden in den Zug setzen. Damit, dass wir den Garten frühlingsfein machen, hatten weder mein Vater noch ich gerechnet. Aber man soll ja auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen – meines hatte halt das Bedürfnis Moos zu kratzen und Laub zu harken. Na denn …

Bald darauf sind wir schon wieder im Zug. Wir machen eine Städtetour mit BRE – über Bremen und Bremerhafen geht es nach Bremervörde. Dort werden wir von der Lieblingshamburgerin und Kind abgeholt und fahren ins Ostel Bremervörde zur Leseübernachtungsparty mit Rike Drust.

Was völlig unnötig ist: Für die 7jährige mehr Spielkram mitzunehmen als 1. Stifte 2. Papier 3. das aktuelle Lieblingsbuch 4. Kopfhörer und ein Device mit Hörbüchern. Aber sie wollte ihren Koffer mitschleppen.

Während der Zugfahrt hatte ich eine Portrait-Sitzung.

Die Kaminecke – eigentlich der geplante Ort für die Lesung von Muttergefühle 2 – aber schnell war klar, dass das nicht reichen würde.

Das Ostel Bremervörde ist eine Jugendherberge/Schullandheim/Hotel für junge Menschen? Ich weiß es gar nicht genau. Auf jeden Fall war es sehr schick und super herzlich. Das Essen lecker, das Kind habe ich kaum gesehen, weil es entweder damit beschäftigt war, draußen beim Balancieren von Baumstämmen zu fallen, im (noch leeren) Diskokeller Lichtpunkte zu jagen, Feuersteine zu sammeln, ein Bild zu malen …

Ich konnte also ganz entspannt Massen von Butterkuchen in mich hineinstopfen. Viele Norddeutsche verschmähen den ja, als typischen Beerdigungskuchen, aber hey: Butter, Zucker, Mandeln … Und der war richtig gut – niemand hatte mit Butter gespart, sodass er schön saftig war. Aber, ich schweife ab. Eigentlich wollte ich ja von Rikes Lesung erzählen. Die begann dann wie geplant um vier. Rike hat aus beiden Büchern vorgelesen und ich musste vor allem beim zweiten so lachen. Rike hat es einfach drauf, den (Wahn-)Witz Familienalltag so treffend auf den Punkt zu bringen, dass man sich wahnsinnig ertappt fühlt – aber ohne vorgeführt zu sein. Die Mütter am Tisch und ich waren uns auf jeden Fall einig.

Hinten liest Rike Drust. Vorne lauscht die große Tochter: „Mama, die hat Arschlöcher gesagt!“

Toast Hawaii zum Abendessen – die Kinder über 5 Jahre an unserem Tisch fanden das fradglich bis ungenießbar. Die Mütter großartig. 🙂

Happy Hüpfing…

Abends gab es dann noch Musik im Disko-Keller und wir sind gehüpft. Ich glaube, das letzte Mal so viel gehüpft bin ich bei meinem ersten Hosen-Konzert in der Bremer Stadthalle als ich aufgrund einer unglücklichen Mischung von Sogwirkung und Unwissenheit plötzlich im Moschpit war.

Mit 15 und etwa 45 kg Lebendgewicht.

Ich bin damals sehr schnell nicht mehr gehüpft, sondern landete unter drei Typen mit Kleiderschrank-Ausmaßen auf dem sehr schmierig-glatten Boden (Bremer wissen, was ich meine). So ganz genau weiß ich nicht mehr, wie ich da raus gekommen bin. Aber das ist eine ganz andere Geschichte und gestern waren die Tochter und ich aus Sicht der rumstöpselnden Kleinkinder vermutlich das Moschpit. Wir hatten Spaß und das Kind ist sehr schnell, sehr tief eingeschlafen.

Abendausklang der müden Muttis bei Getränk und Tratsch.

Sonntag, 25. März

Eine kurze Nacht ging früh zu Ende. Gibt es eigentlich eine Petition gegen das ganze Hin- und Hergestelle der Uhren? Falls ja – count me in. Wir haben gepackt, gefrühstückt und sind gen Hamburg gefahren. Da haben die Kids noch etwas gespielt und das Kind und ich sind wieder nach Hause gefahren. Mit viel umsteigen, schlecht gelaunten Mitreisenden und nur 15 Minuten Verspätung auf 500 km. Aber das konnte uns nix anhaben: Wir hatten Bibi Blocksberg, Muttergefühle und Franzbrötchen. Daher wenig Bilder aber dennoch: Es war ein tolles Wochenende. Ich hatte ein bisschen Sorge, ob es mir und/oder dem Kind nicht zu viel werden würde. Wir sind beide sehr urlaubsreif. Und es war auch anstrengend, wir waren heute Abend beide sehr müde. Aber während das normalerweise ein Garant dafür ist, dass zwischen uns die Funken fliegen, hatten wir eine wirklich gute Zeit miteinander.

Morgendliches Chaos.

Gemeinsame Spielzeit – so schön, wenn es mal nicht zu Geschwisterkämpfen führt.

Entspanntes Kind ißt träumend.

Gibt es eigentlich einen schrecklicheren Umsteige-Bahnhof als Kassel-Wilhelmshöhe? Ich nehme gerne Vorschläge an.

Muttergefühle für an Franzbrötchen. Ich plädiere für franz & friends Niederlassungen im Rhein-Main-Gebiet (ohne die Laugenbrezel, die hat leider nix getaugt).

1 comment on “Wochendende 24. und 25. März”

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