wmdedgt – Halbe-Strohwitwe-Edition

Dank meiner lieben Twitter-Timeline wurde ich gestern rechtzeitig darauf hingewiesen, dass Frau Brüllen heute wieder in die Runde fragt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ Und auch, wenn wir hier sonst ja nicht so zu den Tagebuchbloggern gehören, machen wir da doch gern mit.

Das Kind direkt nach dem Aufstehen. Mit ganz schön vielen Locken – leider nicht von mir!

Normalerweise wache ich vor dem Wecker auf, gerade jetzt im Sommer. Heute war es mir sogar sehr wichtig, weil ich Strohwitwe war und morgens noch duschen wollte. Das geht einfach besser, wenn die lieben Kleinen noch schlafen. Die dürfen, wenn einer von uns nicht da ist, im Elternbett schlafen. Allerdings bin ich aus den verschiedensten Gründen derzeit echt ko, sodass ich erst zwei Minuten vor dem Wecker hochschreckte. Zum Glück gelang es mir, mich unbemerkt aus dem Schlafzimmer zu stehlen, zu duschen und schon den Tee fertig zu haben, bevor die ersten kleinen Füsschen zu mir trappsten.

Locken in ordentlich – so viel Zeit nehmen wir uns nicht jeden Morgen.

Der Morgen verlief dann eigentlich ganz entspannt: Sieht man davon ab, dass ich schon absichtlich eine Bahn später genommen hab und trotzdem die letzten Meter rennen musste. Das lag an so schönen Begebenheiten, wie dass das große Kind noch ein weiteres Brot frühstücken wollte – aber erst nach 5 Minuten mitteilt, dass keine Scheibe mehr abgeschnitten ist (da wir ein neues Brotmesser haben, darf sie das derzeit nicht). Oder daran, dass das kleine Kind „eine Swesta“ sein wollte und ihre Schuhe auszog, die von der großen Schwester anzog und schwer empört war, als ich das rückgängig machte.

Den ersten Kaffee gibt’s traditionell im Büro (vorher Tee). Heute mit von der Chefin gekochter Erdbeermarmelade. Lecker!

Im Büro gab’s erstmal Kaffe und ein Update mit einer lieben Kollegin, die ich aufgrund von verschiedenen Urlauben und Terminen bestimmt drei Wochen nicht mehr gesehen hatte. Dazu gab es den ersten Kaffee und ein zweites Frühstück mit super leckerer Marmelade, eingekocht und spendiert von meiner Chefin. Erst dann suchte ich mir einen Arbeitsplatz: Mein Rechner ist nämlich derzeit bei der IT und ich wandere seit einer Woche von Schreibtisch zu Schreibtisch. Das ist einerseits ziemlich toll, weil ich auf einmal mit Kolleginnen zusammensitze, die ich sonst maximal in der Mittagspause erlebe. Das gibt neue Eindrücke und guten Austausch. Andererseits echt nervig, weil ich permanent in mein Büro renne, so ganz papierlos geht es dann eben doch nicht. Aber da ich aktuell viel in Meetings und auf externen Terminen bin und da morgen mein Rechner wiederkommt, ist es nur halb so wild.

So saß ich dann auch heute in einem langen Kundentermin, was mir allerdings ein leckeres Mittagessen beim Italiener und schicke Macarons zum Kaffee beschert hat. Außerdem waren wir noch richtig produktiv. Danach telefonierte ich noch ein wenig in der Gegend rum, organisierte verschiedene Dinge und machte extrem pünktlich Feierabend. Natürlich wäre das überflüssig gewesen, weil die Bahn nicht pünktlich war. Nun gut.

Aufgrund von eben diesem Termin und dem verreisten Vater, hatten die Großeltern heute die Kids abgeholt. Als ich dann schließlich bei denen ankam, waren sie schon satt, der Mann war auch wieder da und die Kids hüpften fröhlich, nackig und ziemlich nass unter einem Gartenschlauch herum. Alle wieder beisammen – das war schön.

Nachmittagskaffe – mit vom Meeting übrig gebliebener Macaron. Auch lecker.

Trotzdem kamen wir nicht vollzählig nach Hause, da eines der Kinder abtrünnig geworden ist. Das andere sollte gerade mit seinem Vater ins Bett gehen, beschloss aber, dass es noch gar nicht müde sei und liest gerade neben mir das neue, vegetarische Kochbuch, welches ich gestern erstanden habe. Ich möchte nämlich hier weniger und bewusster Fleisch auftischen, aber mir fehlt häufig genug die Inspiration. Da es ein Ottolenghi-Buch ist, ist alles ganz großartig fotografiert und ich werde alle 30 Sekunden in die Seite geknufft: „Mama, lecker, oder?“ Ich denke, das wird laufen. (Fügt hier ruhig ein ungläubiges Kichern ein.)

Nun lesen die beiden Bücher und ich bin gespannt, wann hier der kinderfreie Teil des Tages beginnt.

Alles in allem ein sehr schöner Tag. Aber trotzdem freue ich mich total auf’s Wochenende, wenn die Frau Rabe mit ihren beiden Kindern Urlaub vom PHD bei uns macht und wir dann am Sonntag mit anderen lieben Bloggerinnen und Twitterinnen brunchen. Dieses Internet ist gar nicht mal so schlecht.

Ich hoffe, ihr hattet auch einen schönen Mittwoch und schöne Pläne für’s Wochenende.

Und ganz viele anderen Berichte vom heutigen Tag findet ihr dann auch, wie gehabt, drüben bei Frau Brüllen.

 

 

4 comments on “wmdedgt – Halbe-Strohwitwe-Edition”

  1. einglueck Antworten

    So ein Ottolenghi-Kochbuch habe ich auch. Da habe ich mir dann im ersten Anfangselan alle möglichen verrückten Gewürze besorgt (weil wenn man die weglässt schmeckt es nur halb so gut) und dann… Dann hat der Mann gesagt, die Gewürze mag er aber nicht. Und der Sohn auch.

    Aber das Kochbuch sieht immerhin sehr schön aus!

    • Jette Antworten

      Na du machst mir ja Mut! Ich glaube, ich muss mal eine Liste machen: Gerichte, die realistisch sind. Und nur das wird dann besorgt.
      Aber stimmt: Schon als Bilderbuch ist es sehr hübsch.

      • einglueck Antworten

        Immerhin meine Tochter würde gern jedes einzelne Gericht durchprobieren. Vielleicht müssen wir nur die Jungs mal wegschicken… und vielleicht stehen deine Familienmitglieder ja auch alle auf Kreuzkümmelsamen und co! Ich drück dir die Daumen!

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